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Filial oder direkt?

Bankberatung oder Discount-Broking? Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile auf.

Möchten Sie Wertpapiere - wie Aktien, Optionsscheine, Fonds oder Rentenpapiere - an der Börse kaufen und später wieder verkaufen, dann brauchen Sie die "Hilfe" - oder besser die Dienstleistung - einer Bank oder eines sogenannten Discount-Brokers (Direktbanken). Die beiden Alternativen unterscheiden sich hauptsächlich im Umfang der Beratung und den Preisen für die Abwicklung des Börsengeschäftes.

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, einen guten Draht zu Ihrer Hausbank zu haben, sollten Sie - besonders als Anfänger - die höheren Gebühren in Kauf nehmen und bei Ihrem Kreditinstitut ein Depot eröffnen. Dort können Sie eine umfassende Beratung seitens der Bank erwarten (notfalls verlangen) und teure Fehler vermeiden.

Doch Vorsicht: Oft versuchen die Berater, nur Fonds oder Anleihen ihrer eigenen Bank zu verkaufen. Die Banker werden unter anderem auf Provisionsbasis bezahlt und sind somit bestrebt, möglichst viele Fondsanteile, die ihr Bankhaus auflegt, anzubieten. Sind Sie in ein solches Fettnäpfchen getreten, besitzen Sie im ungünstigsten Fall Anteile an einem Fonds, der nur niedrige Erträge bringt, während Produkte anderer Banken weitaus besser abschneiden. Vergleichen Sie statt dessen mehrere Alternativen anhand der Wertentwicklung der letzten Jahre.

Auch direkte Empfehlungen für einzelne Aktien sind von Ihrem Berater zu bekommen. Ob Sie diese befolgen oder die Aktienauswahl lieber selbst in die Hand nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Das gleiche gilt natürlich auch für Verkaufsentscheidungen. Niemand kennt den optimalen Zeitpunkt, auch ein Banker nicht (sonst würde er nicht mehr in der Bank sitzen!).

Wenn Sie bereits Börsenerfahrungen gesammelt haben und Ihre Aktiengeschäfte selbst in die Hand nehmen wollen, können Sie den Wechsel zu einem Discount-Broker (wie Cortal Consors, DAB bank, 1822direkt...) ins Auge fassen. Die Gebühren für ein Depot und die Auftragsabwicklung sind dort erheblich billiger als bei herkömmlichen Banken. Dafür verzichten die Discounter in der Regel auf jegliche Beratung, jedoch werden gerade auf den Internetseiten eine Vielzahl von Informationen wie zum Beispiel Kurse (teilweise Realtime) geboten. Ihre Aufträge können Sie telefonisch, per Fax oder Internet übermitteln und auf eine schnelle Abwicklung Ihrer Kauf/Verkauf-Order setzen. Ob ein Auftrag ausgeführt wurde, erfahren Sie je nach Anbieter per Brief, Fax oder online im Internet. Zusätzlich können Sie jederzeit über das Internet kostenlos in Ihr Depot schauen und ein Großteil Ihrer Abwicklung durchführen.

Fazit:

Mit Discount-Brokern sparen Sie beim Wertpapierhandel sehr viel Geld für Gebühren und Provisionen. Je aktiver Sie an der Börse sind, desto mehr lohnt der Handel über Direktbanken. Zudem bieten viele günstige Konditionen für Kontoführungsgebühren, Kredite usw. an. Nachteil: Sie haben keine persönliche Bindung mehr zu Ihrer Bank, jedoch sehen sich Discount-Broker selbst auch als klassische Zweit- oder Drittbank.

 
 
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